Am Küchentisch. Im Gespräch mit Mariam Awwad
Wahrnehmung, Täuschung und das Rätsel des Selbst
Zwei Linien, die gleich lang sind – und doch nicht gleich wirken. Ein Kleid, das für manche blau, für andere weiß ist. Ein Zeuge, der schwört, es genau so gesehen zu haben – und sich trotzdem irrt.
Wahrnehmung ist kein passiver Spiegel der Wirklichkeit. Das Gehirn konstruiert aktiv, füllt Lücken, korrigiert, interpretiert und täuscht. Was auf den ersten Blick wie ein Sonderbarkeit unseres Geistes wirkt, führt bei näherer Betrachtung zu den grundlegendsten Fragen der Philosophie.
Was können wir überhaupt mit Sicherheit wissen, wenn selbst unsere Sinne uns belügen? Erleben wir wirklich dieselbe Wirklichkeit, oder ist jede Wahrnehmung unrettbar subjektiv? Und wenn das Gedächtnis, auf das wir unser Selbstbild stützen, nachweislich rekonstruiert und veränderlich ist: Was bleibt dann von dem, was wir „Ich“ nennen?
Dieser Abend verbindet anschauliche Beispiele aus Wahrnehmungspsychologie und Gedächtnisforschung mit klassischen Positionen der Erkenntnistheorie und Philosophie des Geistes. Kein Vorwissen ist erforderlich, nur die Bereitschaft, an den eigenen Gewissheiten zu zweifeln.
Ein Abend für alle, die sich fragen: Kann ich meinen Augen trauen? Meiner Erinnerung? Mir selbst?
Kursgebühr incl. Lebensmittelumlage für Brot,Wein Käse
| Kursnummer | 2601513003 |
| Beginn | Di., 01.12.2026, um 19:00 Uhr |
| Dauer | 0 Termin |
| Kursort | Zu diesem Kurs sind noch keine Orte verfügbar. |
| Kursleitung |
Mariam Awwad
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| Entgelt | 35,00 € |
| Bemerkungen | Kursgebühr incl. Lebensmittelumlage (15 Eur) |
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