Kursdetails

Malerei: Gestalterische Grundlagen mit Acrylfarbe

Jahreskurs für den Neueinstieg

Für alle, die mit dem Malen anfangen möchten und einen fundierten Einstieg suchen.


Malen beginnt mit dem Sehen.


Der Jahreskurs führt in die praktischen Grundlagen der Malerei ein – von Wahrnehmung, Form und Licht bis zu Farbe, Kompositionslehre und einer freieren, individuellen Bildsprache.


Ausgehend von einfachen Stillleben und klaren Gegenständen entwickeln die Teilnehmenden ein Verständnis für Proportion, Volumen, Bildaufbau und Farbwirkung.

Beobachtung und praktische Umsetzung greifen dabei eng ineinander: Motive werden untersucht, vereinfacht, farblich interpretiert und zunehmend eigenständig weiterentwickelt.

Ziel ist nicht Perfektion, sondern ein sicherer Zugang zu malerischem Arbeiten und bewussten gestalterischen Entscheidungen.


Im Verlauf des Kurses entstehen Studien, Übungen und eigenständige Arbeiten.

Mit Acrylfarbe als vielseitigem und gut korrigierbarem Medium werden unterschiedliche Malweisen, Oberflächen und Bildlösungen erprobt – vom gegenständlichen Arbeiten bis zu ersten freien und reduzierten Kompositionen.


Die zehn Kurseinheiten bauen aufeinander auf und behandeln unter anderem:


  • Wahrnehmung und Vereinfachung
  • Form, Volumen sowie Licht und Schatten
  • Komposition und Bildaufbau
  • Malweise und Oberfläche
  • Farbe als Gestaltungsmittel
  • Farbwirkung und Kontraste
  • Reduktion und Vereinfachung
  • Übergänge zwischen Figuration und Abstraktion
  • freie malerische Interpretation


Eine abschließende Ausstellung mit Vernissage sowie ein Zertifikat dokumentieren die im Kurs entstandenen Arbeiten und die kontinuierliche Entwicklung.


Bereits im zweiten Halbjahr 2026 wird das Konzept in einem kompakten Pilotformat mit vier Kurseinheiten erprobt und bietet einen ersten Einblick in Arbeitsweise und inhaltliche Ausrichtung des Jahreskurses.

Kursinhalte und Ablauf:


Termin 1: Wahrnehmung und Vereinfachung Einführung in das bewusste Sehen.

Die Teilnehmenden lernen, Motive nicht nur als bekannte Gegenstände zu betrachten, sondern als Formen, Flächen und Verhältnisse.

Negativformen und einfache Ausschnitte schulen den Blick für Proportion und Bildraum.

Praxis: Ein einfaches Stillleben wird skizzenhaft und malerisch auf Grundformen reduziert.


Termin 2: Form und Volumen Gegenstände werden als Körper verstanden: Kugel, Zylinder und Quader dienen als Ausgangspunkt, um Volumen und räumliches Denken zu entwickeln.

Der Fokus liegt auf der Konstruktion von Form, nicht auf dekorativen Details.

Praxis: Einzelne Objekte werden als Grundkörper aufgebaut und mit Acryl in einfachen Tonwerten umgesetzt.


Termin 3 : Licht und Schatten Lichtquelle, Körperschatten und Schlagschatten werden untersucht.

Tonwerte helfen, Plastizität und Ruhe im Bild zu erzeugen. Schwarz-Weiß reduziert die Komplexität und macht die Wirkung von Licht besonders deutlich.

Praxis: Monochrome Stilllebenstudie mit Schwerpunkt auf Hell-Dunkel, Körper- und Schlagschatten.


Termin 4: Komposition und Bildaufbau Mehrere Objekte werden bewusst im Bildraum angeordnet. Themen sind Schwerpunkt, Balance, Ausschnitt und Blickführung. Durch kleine Veränderungen wird sichtbar, wie stark Komposition die Bildwirkung verändert.

Praxis: Ein Stillleben wird in mehreren kompositorischen Varianten vorbereitet und eine Variante malerisch vertieft.


Termin 5:  Malweise und Oberfläche Die Teilnehmenden erproben grundlegende Acryltechniken: deckendes Arbeiten, lasierende Schichten, trockene Pinselspuren und einfache Strukturwirkungen. Dabei wird deutlich, wie Malweise und Oberfläche den Ausdruck eines Bildes verändern.

Praxis: Ein Motiv wird mit unterschiedlichen malerischen Ansätzen umgesetzt.


Termin 6: Farbe als Gestaltungsmittel Einführung in Farbklänge und reduzierte Farbpaletten. Die Teilnehmenden lernen, Farbe nicht nur beschreibend einzusetzen, sondern als Mittel für Stimmung, Gewichtung und Bildwirkung.

Praxis: Ein bekanntes Stillleben wird mit einer begrenzten Farbpalette neu interpretiert.


Termin 7: Farbwirkung und Kontraste Warm-Kalt-Kontrast, Komplementärkontrast und Hell-Dunkel in Farbe werden praktisch untersucht. Die gleiche Komposition kann je nach Farbwahl ruhig, spannungsvoll oder expressiv wirken.

Praxis: Mehrere Farbvariationen eines Motivs mit unterschiedlicher Bildwirkung.


Termin 8: Reduktion und Vereinfachung Das Motiv wird auf wenige große Formen und klare Flächen reduziert. Details treten zurück, damit Komposition, Formverhältnis und Farbgewichtung stärker sichtbar werden.

Praxis: Ein Motiv wird in drei bis fünf Hauptformen übersetzt und farbig umgesetzt.


Termin 9:  Übergang zur Abstraktion Das Gegenständliche bleibt als Ausgangspunkt erhalten, wird aber freier behandelt. Formen dürfen verschoben, vergrößert, vereinfacht oder rhythmisiert werden. Zwischen Figuration und Abstraktion entstehen neue Bildlösungen.

Praxis: Eine reduzierte Motivstudie wird in eine freiere Komposition überführt.


Termin 10:  Freie Interpretation Farbe und Form lösen sich stärker vom Motiv. Die Teilnehmenden entscheiden bewusst, was erhalten bleibt, was verändert wird und welche Stimmung oder Bildidee im Vordergrund steht.

Praxis: Entwicklung einer individuellen malerischen Interpretation ausgehend von einem Motiv.

Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.

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